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Ein Bankkonto in Deutschland eröffnen und sicher nutzen

Wählen Sie das passende Zahlungskonto, bestehen Sie die Identitätsprüfung sicher und kennen Sie Ihr Recht auf ein Basiskonto.

Vergleichen Sie Girokonto, Basiskonto, Filial- und Onlinekonto sowie Angebote für Studierende oder Selbstständige. Der Ratgeber führt durch erforderliche Unterlagen, Kontoführungs- und Kartenentgelte, Identitätsprüfung, Kontowechsel, Schutz vor Betrug und Beschwerdewege. Er zeigt auch, wann der gesetzliche Basiskontoanspruch helfen kann, falls eine gewöhnliche Kontoeröffnung scheitert.

Einwohnerinnen und EinwohnerMenschen im AuslandStudierendeBeschäftigteUnternehmen

Details zum Leitfaden

  • 15 Min. Lesezeit
  • 7 Kapitel
  • 6 Quellen
  • Aktualisiert am 26.08.2026

Wichtige Punkte: Girokonto, Basiskonto

Ein alltagstaugliches Konto eröffnen in Deutschland

Im Mittelpunkt stehen: Girokonto, Basiskonto, BaFin-Kontenvergleich. Der Guide erklärt Vorgehen, Nachweise, Fristen und mögliche Lösungen in Deutschland verständlich.

Schreiben Sie vor der Wahl einer Bank auf, welche Funktionen Sie wirklich brauchen: Gehalts- oder Leistungsbezug, Bargeldeinzahlungen, Geldautomaten, persönliche Beratung, Debit- und Kreditkarten, Gemeinschaftszugriff, SEPA- und Auslandsüberweisungen, geschäftliche Zahlungen, englischsprachige Unterstützung und Nutzung nach einem Wegzug. Vergleichen Sie anschließend den konkreten Tarif und nicht nur die Werbeaussage auf der Startseite. Wird ein gewöhnliches Girokonto abgelehnt, stellen Sie nicht immer wieder denselben Antrag. Prüfen Sie, ob Ihnen das gesetzliche Basiskonto die benötigten Zahlungsfunktionen bietet, und nutzen Sie dafür das förmliche Antrags- und Rechtsbehelfsverfahren.

Das Wichtigste

  • Girokonto, Basiskonto, Geschäftskonto, Sparkonto und Sperrkonto erfüllen unterschiedliche Zwecke.
  • Der BaFin-Kontenvergleich ist der aktuelle, kostenlose und unabhängige Ausgangspunkt für Verbraucher-Girokonten und Basiskonten.
  • Wer einen vollständigen und zulässigen Basiskontoantrag stellt, muss innerhalb von zehn Geschäftstagen ein Angebot oder eine rechtmäßige Ablehnung erhalten.
  • Ein Basiskonto ermöglicht grundlegenden Zahlungsverkehr, muss aber weder Dispokredit noch Kreditkarte umfassen.
  • Null Euro monatliche Kontoführung schließen Gebühren für Karten, Bargeld, Überweisungen oder Währungsumrechnung nicht aus.
  • Die gesetzliche Einlagensicherung deckt grundsätzlich 100.000 Euro je Kunde und Institut.

Kontoarten

Das passende Konto für Zahlungen, Bargeld, Kredit und Geschäft wählen

Trennen Sie den grundlegenden Zahlungsverkehr von Kredit, Sparen, gesperrtem Guthaben und Geschäftskonten, bevor Sie Anbieter vergleichen.

Beginnen Sie mit den benötigten Funktionen und Ihren Rahmenbedingungen. Ein Girokonto ist das übliche Privatkonto für eingehendes Gehalt oder Sozialleistungen, Überweisungen, Lastschriften, Kartenzahlungen und Bargeld. Die Bank kann entscheiden, ob sie es anbietet, und Gebühren oder Kreditfunktionen von Einkommen, Alter, Studium oder Nutzung abhängig machen.

Die wichtigsten Kontoarten vergleichen

KontoartBesonders geeignet fürWichtige Einschränkung
Filial-GirokontoBargeldeinzahlungen, Identifizierung vor Ort, papiergebundene Leistungen und persönliche BeratungMeist höhere Kontoführungs- oder Transaktionsgebühren
Direktbank- oder App-GirokontoDigital affine Personen mit passenden Ausweisdokumenten und wenig BargeldKein Schalterservice; Bargeldeinzahlungen und Support können eingeschränkt oder kostenpflichtig sein
BasiskontoBerechtigte Verbraucher ohne nutzbares deutsches ZahlungskontoNur grundlegender Zahlungsverkehr; kein verpflichtender Dispokredit und keine verpflichtende Kreditkarte
Studierenden- oder JugendkontoPersonen, die die Alters- oder Immatrikulationsbedingung des Anbieters erfüllenDie Gebühr kann sich ändern, sobald die Voraussetzungen entfallen
GemeinschaftskontoHaushalte, die gemeinsam über Zahlungen verfügen möchtenHaftung, Steuern, Pfändung und Folgen einer Auflösung für beide Kontoinhaber müssen bedacht werden
GeschäftskontoTransaktionen von Selbstständigen oder UnternehmenAnderer Tarif, andere Prüfungen und anderer rechtlicher Kontoinhaber; kein entsprechender Verbraucheranspruch
SperrkontoNachweis für das Aufenthaltsrecht mit kontrollierten AuszahlungenKein Ersatz für ein vollständiges Alltagskonto, sofern seine Funktionen dies nicht ausdrücklich ermöglichen

Ein Basiskonto ermöglicht im Rahmen der von der Bank angebotenen Kanäle Bargeldein- und -auszahlungen, Lastschriften, Überweisungen und die Nutzung einer Debitkarte. Die Bank muss weder einen Dispokredit noch eine Kreditkarte bereitstellen. Das Basiskonto eröffnet Zugang zum Zahlungsverkehr, umgeht aber keine rechtmäßige Identitätsprüfung oder Geldwäschekontrolle.

Nutzen Sie den offiziellen Kontenvergleich der BaFin für Tarife von Giro- und Basiskonten für Verbraucher. Geschäftskonten, Sparkonten, Tagesgeldkonten, Wertpapierdepots und Sperrkonten werden dort nicht verglichen. Erstellen Sie anhand von Filial-Postleitzahl, Onlinezugang, Monatsgebühr, enthaltener Karte, Dispozins und Bargeldleistungen eine Vorauswahl und lesen Sie anschließend die aktuellen Preisangaben des jeweiligen Anbieters.

Wer neu in Deutschland ist und ein Konto für Gehalt, Miete und SEPA-Zahlungen benötigt, sollte zuerst gewöhnliche Girokonten vergleichen, die mit dem verfügbaren Identifizierungsweg eröffnet werden können. Scheitert die Prüfung und erfüllt die Person die gesetzlichen Voraussetzungen, kommt der förmliche Antrag auf ein Basiskonto infrage. Wer viel Bargeld nutzt, sollte vor der Wahl einer Direktbank die Einzahlungsgebühren und das tatsächlich verfügbare Geldautomatennetz prüfen. Studierende sollten sich vormerken, wann der vergünstigte Status endet. Selbstständige und Unternehmen benötigen einen Anbieter, der die geschäftliche Tätigkeit ausdrücklich zulässt. Ein funktionsfähiges ausländisches SEPA-Konto kann vorübergehend eine rechtmäßige Alternative sein; deutsche Arbeitgeber und Dienstleister dürfen eine gültige SEPA-IBAN nicht allein deshalb benachteiligen, weil sie aus einem anderen Mitgliedstaat stammt.

Prüfung und Anspruch

Bankprüfung und gesetzlichen Anspruch auf ein Basiskonto unterscheiden

Bereiten Sie Identitäts-, Steuer-, Sanktions-, Mittelherkunfts- und Bonitätsprüfungen vor, ohne jede Ablehnung als endgültig anzusehen.

Jede Bank muss die Kundin oder den Kunden identifizieren und die steuerliche Ansässigkeit, mögliche Sanktionen und ungewöhnliche Aktivitäten prüfen. Bei einem gewöhnlichen Girokonto können außerdem Einkommen, Bonität, Wohnsitz oder die Zielgruppe des Anbieters bewertet werden. Das gilt besonders, wenn ein Dispokredit, eine Kreditkarte oder eine Gebührenbefreiung von regelmäßigen Einkünften abhängt. Die Ablehnung eines Kredits beantwortet nicht automatisch die Frage, ob die Bank ein Zahlungskonto ohne Kreditfunktion bereitstellt.

Voraussetzungen für ein Basiskonto prüfen

Das Zahlungskontengesetz gilt für Verbraucher mit rechtmäßigem Aufenthalt in der Europäischen Union. Es schließt ausdrücklich Menschen ohne festen Wohnsitz, Asylsuchende und bestimmte Personen ohne Aufenthaltstitel ein, die aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht abgeschoben werden können. In der Regel darf der Verbraucher nicht bereits über ein nutzbares Zahlungskonto in Deutschland verfügen. Bei einem geschlossenen oder nicht zugänglichen Konto sowie einem Konto, dessen Kündigung bereits angekündigt wurde, kann eine genauere gesetzliche Prüfung erforderlich sein; ein einfacher Eintrag bei einer Auskunftei genügt dafür nicht.

Verwenden Sie den amtlichen Basiskonto-Antrag und lassen Sie sich den Eingang mit Datum sowie eine Kopie bestätigen. Auf einen vollständigen Antrag muss die Bank unverzüglich und spätestens innerhalb von zehn Geschäftstagen entweder mit einem Angebot oder mit einer gesetzlich zulässigen Ablehnung reagieren. Bezeichnen Sie eine unverbindliche Anfrage nicht als eingereichten Antrag.

Die Ablehnungsgründe sind begrenzt. Dazu zählen ein bereits vorhandenes nutzbares deutsches Zahlungskonto, bestimmte vorsätzliche Straftaten gegen das betreffende Institut oder seine Beschäftigten, die Unmöglichkeit der vorgeschriebenen Geldwäscheprüfung sowie die kürzlich erfolgte rechtmäßige Kündigung eines Basiskontos bei demselben Institut wegen festgelegten Fehlverhaltens oder Zahlungsverzugs. Ein schlechter SCHUFA-Score allein macht das Basiskonto nicht zu einem freiwilligen Kreditprodukt. Die Bank darf Kredit dennoch ablehnen oder einschränken, weil weder ein Dispokredit noch eine Kreditkarte vorgeschrieben ist.

Die Staatsangehörigkeit ist bei der gewöhnlichen Identitätsprüfung nicht das entscheidende Abgrenzungsmerkmal. EU-Bürger, Arbeitnehmer aus Drittstaaten, Studierende, Personen im Familiennachzug, Geflüchtete und Selbstständige können unterschiedliche Dokumente vorlegen. Ein Anbieter für Videoidentifizierung unterstützt möglicherweise weniger Dokumentarten als eine Filiale. Fragen Sie nach einem anderen sicheren Identifizierungsweg, bevor Sie daraus schließen, dass die Bank die Person grundsätzlich nicht akzeptiert.

Fragen Sie bei der Ablehnung eines gewöhnlichen Kontos, ob es um Identität, unvollständige Nachweise, Bonität, Wohnsitz, Produktvoraussetzungen oder interne Richtlinien geht. Eine Entscheidung wegen Geldwäsche- oder Sanktionsrisiken darf die Bank möglicherweise nicht vollständig erläutern. Verlangen Sie bei der Ablehnung eines Basiskontos die gesetzlich vorgeschriebene Mitteilung in Textform, soweit zulässig eine Begründung sowie Angaben zum Verwaltungsverfahren bei der BaFin und zur Verbraucherschlichtung.

Vergleich und Unterlagen

Aktuelle Kontotarife vergleichen und stimmige Nachweise vorbereiten

Speichern Sie den datierten Vergleich und geben Sie der Bank nur die erforderlichen Nachweise zu Identität, Wohnsitz, Steuern, Einkommen und Kontobedingungen.

Erstellen Sie mit dem BaFin-Kontenvergleich eine Vorauswahl mit Datum. Laden Sie anschließend von jedem Anbieter die aktuelle Entgeltinformation, das Preis- und Leistungsverzeichnis, die Kontobedingungen, Angaben zur Einlagensicherung, Kartenbedingungen und das Preisverzeichnis für Auslandszahlungen herunter. Der Vergleich bietet einen neutralen Überblick, ist aber weder Antrag noch Empfehlung. Bis zum Vertragsabschluss können sich die Angaben der Anbieter ändern.

Unterlagen vollständig zusammenstellen

Rechnen Sie mit einem gültigen Reisepass oder Personalausweis und dem von der Bank akzeptierten Identifizierungsverfahren. Antragsteller aus einem Drittstaat benötigen möglicherweise zusätzlich einen Aufenthaltstitel. Banken verlangen häufig eine Meldebescheinigung oder einen anderen Adressnachweis; welche Unterlagen genau erforderlich sind, hängt jedoch vom Produkt und der persönlichen Situation ab. Wenn Sie gerade erst eingereist sind oder keine feste Anschrift haben, fragen Sie ausdrücklich nach dem Basiskonto-Verfahren und den Anforderungen an eine Postanschrift, statt eine Wohnadresse zu erfinden.

Geben Sie die steuerliche Identifikationsnummer an, sobald sie vorliegt, und füllen Sie die Erklärung zur steuerlichen Ansässigkeit und zu ausländischen Steueridentifikationsnummern wahrheitsgemäß aus. Eine deutsche IdNr belegt nicht, dass Deutschland der einzige steuerliche Wohnsitz ist. Die US-Staatsangehörigkeit oder ein anderer meldepflichtiger Status kann zusätzliche Formulare auslösen. Beschäftigte können für einen einkommensabhängigen Tarif oder Dispokredit Gehaltsabrechnungen oder einen Arbeitsvertrag vorlegen. Studierende benötigen eine aktuelle Immatrikulationsbescheinigung und möglicherweise einen Altersnachweis. Selbstständige und Unternehmen sollten je nach Rechtsform Unterlagen zu Anmeldung oder Registrierung, wirtschaftlich Berechtigten, Steuern, Geschäftszweck und Mittelherkunft vorbereiten.

Die Bank darf nach der Herkunft einer eingehenden Überweisung oder Bargeldeinzahlung fragen. Bewahren Sie vor der Übertragung eines größeren Betrags Kaufverträge, Gehaltsnachweise, Erbunterlagen, Steuerbelege, Darlehensverträge oder andere rechtmäßige Nachweise auf. Teilen Sie Transaktionen nicht auf, um eine Prüfung zu umgehen. Erläutern Sie den tatsächlichen wirtschaftlichen Zweck.

Prüfen Sie, ob amtlicher Name, Transliteration, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit, Anschrift, steuerliche Ansässigkeit, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Unterschrift im Antrag und in allen Dokumenten übereinstimmen. Enthält der Reisepass keine deutsche Anschrift, ergänzen Sie ihn durch den akzeptierten Wohnsitznachweis. Weichen Namen nach einer Heirat voneinander ab oder werden unterschiedliche Schriftsysteme verwendet, legen Sie die Personenstandsurkunde oder eine amtliche Erklärung vor. Bearbeiten Sie niemals ein Bild, um eine künstliche Übereinstimmung herzustellen.

Nutzen Sie ausschließlich die bankeigene HTTPS-Website, die verifizierte App, eine Filiale oder ein zugelassenes Postident-Verfahren. Laden Sie einen Reisepass nicht über einen Link aus einer unaufgeforderten Nachricht hoch. Schwärzen Sie nicht benötigte Daten nur, wenn die Bank ausdrücklich bestätigt, dass dies zulässig ist; für eine regulierte Identifizierung ist normalerweise ein unverändertes akzeptiertes Dokument erforderlich. Bewahren Sie den eingereichten Antrag, Zeitstempel, Vergleich als PDF, Tarifunterlagen, Datenschutzhinweise, Identifizierungsbeleg und jede Nachforderung auf.

Eröffnung und Wechsel

Konto sicher eröffnen, Zahlungen aktivieren und reibungslos wechseln

Prüfen Sie den Anbieter, schließen Sie die Identifizierung ab, testen Sie alle Kanäle und stellen Sie regelmäßige Zahlungen mit geplanter Überschneidung um.

Prüfen Sie das rechtliche Institut und die Domain, bevor Sie Identitäts- oder Steuerdaten eingeben. Hinter einer bekannten App-Marke kann eine andere lizenzierte Bank stehen. Das ist für den Vertragspartner, Beschwerden und die Zusammenrechnung bei der Einlagensicherung wichtig. Lesen Sie Entgeltinformation und Kontobedingungen und vergewissern Sie sich, ob es sich um einen Privat-, Gemeinschafts-, Studierenden-, Geschäfts-, Filial- oder Onlinetarif handelt.

Konto in der richtigen Reihenfolge eröffnen und aktivieren

  1. Vorauswahl und maßgebliche Unterlagen speichern. Halten Sie Kontoführungsgebühr, Voraussetzungen, Karten, Bargeldleistungen, Überweisungen, Dispokredit, Support, Authentifizierung und Kündigung fest.
  2. Über den sicheren Kanal des Anbieters beantragen. Wählen Sie das gewöhnliche Produkt oder erklären Sie ausdrücklich, dass Sie das gesetzliche Basiskonto beantragen. Bewahren Sie den vollständigen Antrag und die Eingangsbestätigung auf.
  3. Identifizierung abschließen. Befolgen Sie die Anweisungen für Filiale, Videoidentifizierung, eID oder Postident. Brechen Sie ab, wenn jemand am Telefon PIN, TAN, Bildschirmfreigabe oder eine Überweisung auf ein angeblich sicheres Konto verlangt.
  4. Angebot prüfen. Kontrollieren Sie vor der Annahme IBAN, Kontoinhaber, Tarif, Monatsgebühr, Kartenart, Dispolimit, Zinsen, zuständige Einlagensicherung, Einwilligungsoptionen und Steuererklärungen.
  5. Sicher aktivieren. Installieren Sie die App über einen offiziellen Store-Link, erstellen Sie ein einmaliges Passwort, schützen Sie das Gerät, aktivieren Sie die Debitkarte und bewahren Sie Wiederherstellungsdaten getrennt auf. Für telefonische Fehlerbehebung benötigt eine Bank niemals eine vollständige TAN.
  6. Funktionen testen. Empfangen und senden Sie eine kleine Überweisung, bezahlen Sie mit der Debitkarte, prüfen Sie die Gebühren am Geldautomaten und testen Sie bei Bedarf eine Bargeldeinzahlung. Euro-Echtzeitüberweisungen kommen nach den FAQ der Bundesbank normalerweise innerhalb von zehn Sekunden an und sind rund um die Uhr verfügbar. Eine Warnung zum Empfängernamen ist ein Anlass, die Rechnung erneut zu prüfen, und keine Aufforderung, die Warnung zu übergehen.
  7. Regelmäßige Zahlungen umstellen. Verbraucher können für geeignete deutsche Konten in derselben Währung die gesetzliche Kontenwechselhilfe beauftragen. Prüfen Sie die Liste dennoch selbst. Informieren Sie Arbeitgeber, Leistungsstellen, Finanzamt, Versicherer, Vermieter, Versorgungsunternehmen, Abonnements, Erstattungsstellen und private Zahlende. Sorgen Sie während der gewählten Überschneidungszeit für Deckung auf beiden Konten und beobachten Sie zurückgegebene Lastschriften.
  8. Erst nach dem Abgleich kündigen. Laden Sie Kontoauszüge herunter, gleichen Sie Karten- und Disposaldo aus, widerrufen Sie nicht mehr benötigte Mandate, überweisen Sie das Guthaben, lassen Sie sich die Schließung bestätigen und behalten Sie den Zugang, bis Erstattungen und Rückbuchungen erledigt sind.

Warten Sie beim ersten deutschen Konto mit dem Test nicht bis zum Tag der Mietzahlung. Eröffnen Sie es so früh, dass Zeit für Identitätsprüfung und Kartenversand bleibt, und behalten Sie in dieser Zeit eine rechtmäßige alternative Zahlungsmöglichkeit.

Gesamtkosten

Kontogebühren, Karten, Bargeld, Devisen und Dispozinsen berechnen

Berechnen Sie Ihre eigenen monatlichen Vorgänge, denn das günstigste Konto in der Werbung kann bei Bargeld, Karten oder Auslandsnutzung teuer werden.

Bei der Prüfung am 25. August 2026 enthielt der BaFin-Kontenvergleich 6,610 Zahlungskonto-Einträge und war zuletzt am 24. August vollständig aktualisiert worden. Die sichtbaren Angebote reichten von EUR 0 bis EUR 20 monatlicher Kontoführungsgebühr; bei eingeräumten Kontoüberziehungen wurden Jahreszinssätze von 7.50% bis 14.55% angezeigt. Diese Zahlen verdeutlichen die Spannweite, garantieren aber nicht, dass eines der beiden Enden zu Ihnen passt. Führen Sie den aktuellen Vergleich am Tag der Entscheidung erneut durch und öffnen Sie das ausführliche Preisverzeichnis.

Einen normalen und einen schwierigen Monat durchrechnen

Multiplizieren Sie die monatliche Kontoführungsgebühr mit zwölf und berücksichtigen Sie, was geschieht, wenn Bedingungen zu Gehaltseingang, Alter, Studierendenstatus, Mindestguthaben, digitalem Kontoauszug oder Transaktionen nicht mehr erfüllt sind. Addieren Sie Kosten für Debitkarte, Zweitkarte, Kreditkarte, Ersatzkarte, Bargeldabhebungen innerhalb und außerhalb des Anbieternetzes, Bargeldeinzahlungen, Schaltervorgänge, beleghafte Überweisungen, Kontoauszüge, Daueraufträge, Lastschriften sowie SMS oder Authentifizierung. Bei einem Konto mit EUR 0 Grundgebühr können mehrere dieser Leistungen einzeln berechnet werden.

Prüfen Sie die Preise für SEPA-Überweisungen, Euro-Echtzeitüberweisungen, Überweisungen in anderen Währungen oder außerhalb des EWR, eingehende Auslandszahlungen, Gebühren von zwischengeschalteten Banken und Abzüge beim Empfänger. Vergleichen Sie bei Fremdwährungen die Berechnungsgrundlage und Marge des Wechselkurses sowie die Karten- oder Überweisungsgebühr. Auch eine als gebührenfrei bezeichnete Auslandszahlung kann eine Wechselkursmarge enthalten. Legen Sie fest, wer die Überweisungsgebühren trägt und welcher Betrag beim Empfänger ankommen muss.

Der Dispozins ist ein jährlicher Prozentsatz, der über die Dauer auf den geliehenen Saldo angewendet wird, und keine pauschale Jahresgebühr. Rechnen Sie mit dem voraussichtlichen negativen Betrag und der Zahl der Tage. Eine geduldete Überziehung kann teurer sein oder abgelehnt werden, sodass Bank oder Zahlungsempfänger Gebühren für zurückgegebene Lastschriften verlangen. Ein Basiskonto muss keinerlei Überziehungsmöglichkeit bieten. Nutzen Sie Benachrichtigungen, einen Puffer oder eine günstigere vereinbarte Kreditalternative, statt den Dispo als langfristige Finanzierung zu behandeln.

Trennen Sie Guthaben auf Zahlungskonten von Sparanlagen und Investitionen. Die gesetzliche Einlagensicherung schützt erstattungsfähige Einlagen grundsätzlich bis EUR 100,000 je Kunde und Institut. Mehrere Konten oder Marken, die dasselbe lizenzierte Institut nutzen, werden zusammengerechnet. Freiwillige institutssichernde Systeme können zusätzlichen Schutz bieten; prüfen Sie jedoch das konkrete System und seine Ausschlüsse, statt sich auf ein Logo zu verlassen.

Erstellen Sie für drei Favoriten jeweils eine einseitige Jahresrechnung: feste Gebühren, zwölf normale Monate, ein Reisemonat, ein Monat mit viel Bargeld und ein Überziehungsszenario. Berücksichtigen Sie auch den Wert persönlicher Filialhilfe, barrierearmer Authentifizierung und verlässlichen Bargeldzugangs. Wählen Sie die niedrigsten Gesamtkosten, bei denen die benötigten Funktionen und eine sicher nutzbare Unterstützung erhalten bleiben.

Kontoverwaltung

Steuer- und Identitätsdaten pflegen, Gebühren prüfen und sauber kündigen

Behandeln Sie Karten, Steuerwohnsitz, Kontaktdaten, Tarifbedingungen, Kontowechsel und Wegzug als laufende Pflichten.

Wie schnell ein Konto eröffnet wird, hängt vom Anbieter, Identifizierungsweg, Dokumenttyp, einer möglichen manuellen Prüfung und dem Kartenversand ab. Für ein Basiskonto gilt nach Eingang eines vollständigen Antrags eine gesetzliche Höchstfrist von zehn Geschäftstagen für das Angebot oder die rechtmäßige Ablehnung. Die physische Karte und PIN können jedoch später und getrennt zugestellt werden. Behalten Sie eine Ausweichmöglichkeit, bis Gehaltseingang, Mietzahlung, Karte und Authentifizierung getestet sind.

Konto nutzbar halten und Angaben aktuell führen

Melden Sie Änderungen an Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, steuerlicher Ansässigkeit, ausländischer Steueridentifikationsnummer, wirtschaftlich Berechtigten, Aufenthaltsstatus und wesentlicher geschäftlicher Nutzung über einen verifizierten Kanal der Bank. Ein Umzug ins Ausland führt nicht automatisch zur Schließung jedes Kontos. Der Anbieter kann Produkte jedoch aufgrund von Wohnsitz, Steuerpflicht, Sanktionen oder seinem Geschäftsgebiet einschränken. Fragen Sie vor der Abreise, ob Girokonto, Karten, Dispokredit, Wertpapierdepot, App und Authentifizierung weiter verfügbar bleiben und welcher ausländische Adressnachweis akzeptiert wird.

Prüfen Sie die jährliche Entgeltaufstellung und jede angekündigte Tarif- oder Vertragsänderung. Stellen Sie das Wirksamkeitsdatum, den Zustimmungsmechanismus, das Recht auf Ablehnung oder Kündigung und die Folgen für Karten oder Kontobedingungen fest. Vergleichen Sie die aktuellen BaFin-Daten, bevor Sie einem schlechteren Tarif zustimmen. Wenn eine Studierenden- oder Gehaltsbedingung ausläuft, wechseln Sie vor der ersten höheren Gebühr und nicht erst ein Jahr später.

Halten Sie ausreichend Guthaben für Lastschriften und verzögert verbuchte Kartenzahlungen bereit. Aktualisieren Sie ablaufende Ausweisdokumente, wenn die Bank dies verlangt. Testen Sie Passwort, Gerätewechsel, Kartensperre und telefonische Authentifizierung, solange die hinterlegte deutsche Rufnummer noch funktioniert. Speichern Sie Kontoauszüge und Steuerunterlagen entsprechend den gesetzlichen Aufbewahrungsanforderungen außerhalb der Banking-App, insbesondere vor einem Umzug, einer Kontoschließung oder einer Änderung des Unternehmens.

Wählen Sie für den Kontowechsel ein Datum, das genügend Zeit für die gesetzlichen Schritte beider Banken und für die Datenänderung bei Zahlenden lässt. Die Kontenwechselhilfe übermittelt Informationen und Anweisungen, kann aber nicht garantieren, dass jeder Händler ein neues Mandat korrekt verarbeitet. Lassen Sie die Konten eine Zeit lang parallel bestehen, gleichen Sie eingehendes Gehalt und ausgehende Rechnungen ab und kündigen Sie das alte Konto anschließend schriftlich.

Klären Sie vor der Schließung Dispo-, Karten-, Pfändungs-, Rückbuchungs- und offene Überweisungsfälle, laden Sie Kontoauszüge herunter, übertragen Sie das Guthaben und geben Sie die Ziel-IBAN an. Lassen Sie sich eine Schlussabrechnung und das Vertragsende bestätigen. Bewahren Sie diese Unterlagen zusammen mit dem ursprünglichen Tarif und der Beschwerdehistorie auf. Auch ein scheinbar ruhendes Konto kann weiter Kontoführungsgebühren verursachen; stellen Sie die Nutzung daher nicht einfach ein. Wenn Sie das Konto im Ausland behalten, planen Sie jährlich eine Prüfung von Wohnsitz, Steuerstatus, Gebühren, Kartenablauf und Einlagensicherung ein.

Betrug und Streitfälle

Bei Betrug, Kontosperre, Ablehnung, Dispo und Bankausfall handeln

Sichern Sie zuerst das Konto und die Beweise und nutzen Sie danach Bankbeschwerde, gesetzliche Prüfung, Schlichtung und Gericht richtig.

Nutzen Sie bei Verdacht auf Phishing, Kartendiebstahl, Übernahme der SIM-Karte oder eine nicht autorisierte Zahlung sofort den verifizierten Notfallkanal der Bank. Sperren Sie Karten und Onlinezugang, ändern Sie die Zugangsdaten von einem sauberen Gerät aus, kontaktieren Sie gegebenenfalls den Mobilfunkanbieter und melden Sie die betroffenen Transaktionen genau. Sichern Sie Screenshots, Nachrichtenkopfzeilen, Telefonnummern, Empfängerdaten, Gerätewarnungen, das polizeiliche Aktenzeichen und den Zeitpunkt jeder Sperre oder Meldung. Setzen Sie ein Gespräch nicht fort, wenn die anrufende Person sich als Sicherheitsabteilung der Bank ausgibt.

Den Rechtsbehelf auf das Problem abstimmen

Eine Abweichung bei der Empfängerüberprüfung ist eine Warnung, die Zahlung zu stoppen und den Empfänger unabhängig zu bestätigen. Sie bedeutet nicht, dass die Bank Verkäufer, Rechnung, Zweck oder Sicherheit geprüft hat. Eine Echtzeitüberweisung kann innerhalb von Sekunden abgeschlossen sein und lässt kaum praktische Zeit für eine Rückholung. Kontaktieren Sie die Bank nach einer irrtümlichen oder erschlichenen Überweisung sofort, gehen Sie aber nicht davon aus, dass sie rückgängig gemacht werden kann.

Fragen Sie bei einer gesperrten Überweisung oder einem eingefrorenen Konto schriftlich, welche Nachweise Sie vorlegen können und ob nicht betroffene Gelder oder notwendige Zahlungen bearbeitet werden können. Banken dürfen wegen gesetzlicher Vorgaben möglicherweise keine Einzelheiten zu Geldwäscheprüfungen nennen. Legen Sie echte Nachweise zur Mittelherkunft vor und erstellen Sie weder eine falsche Rechnung noch künstlich aufgeteilte Überweisungen. Bei einer wachsenden Dispoverschuldung stoppen Sie nicht notwendige Abbuchungen, verlangen eine aufgeschlüsselte Saldo- und Zinsberechnung, prüfen eine geregelte Rückzahlung und wenden sich an eine gemeinnützige Schuldnerberatung, bevor Sie einen weiteren teuren Kredit aufnehmen.

Bei der Ablehnung eines gewöhnlichen Kontos kann ein anderer Anbieter oder ein Produkt ohne Kreditfunktion der praktische Weg sein. Bewahren Sie bei der Ablehnung eines Basiskontos oder bei ausbleibender Entscheidung innerhalb von zehn Geschäftstagen Antrag und Eingangsbestätigung auf. Die gesetzliche Ablehnung muss, soweit zulässig, Gründe, Angaben zum Verwaltungsverfahren bei der BaFin, das Prüfungsformular und die zuständige Schlichtungsstelle enthalten. Bei einer rechtswidrigen Ablehnung kann die BaFin die Bank anweisen, ein Basiskonto für eine berechtigte Person zu eröffnen.

Beschweren Sie sich zuerst schriftlich bei der Bank, benennen Sie die verlangte Berichtigung oder Erstattung, fügen Sie gezielte Nachweise bei und bitten Sie um eine schriftliche Antwort. Die Hinweise der BaFin zu Beschwerden unterscheiden zwischen Aufsicht und individueller Abhilfe: Die BaFin schützt Verbraucher in ihrer Gesamtheit, spricht aber keinen Schadensersatz zu und entscheidet einen zivilrechtlichen Streit nicht verbindlich. Für das individuelle Ergebnis sind der Ombudsmann der Banken oder eine andere Schlichtungsstelle und letztlich ein Gericht zuständig.

Eine Beschwerde hemmt weder Zahlungs-, Chargeback-, Verjährungs- noch Gerichtsfristen. Lesen Sie Vertrag und Entscheidung, tragen Sie jedes Datum in den Kalender ein und holen Sie abhängig von der Höhe des Verlusts Verbraucher- oder Rechtsberatung ein. Fällt die Bank aus, ermitteln Sie das lizenzierte Institut und die Sicherungseinrichtung. Erstattungsfähige Einlagen sind grundsätzlich bis EUR 100,000 je Kunde und Institut geschützt, nicht je App-Marke.

Hinweise von Federal Financial Supervisory Authority

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