Arbeitszeugnis: Beschäftigung, Leistung und Verhalten dokumentiert

Die in Deutschland verwendete Bezeichnung lautet „Arbeitszeugnis“.

Das vom Arbeitgeber ausgestellte formelle Zeugnis beschreibt die Beschäftigung und enthält bei einem qualifizierten Zeugnis auch eine Beurteilung von Leistung und Verhalten. Es kann als Nachweis dienen, ist aber weder der Arbeitsvertrag noch das Beschäftigungsverhältnis oder ein daraus folgender Anspruch.

Formeller Nachweis über Beschäftigung, Leistung und Verhalten

Das Arbeitszeugnis richtig lesen

Ein Arbeitszeugnis wird vom Arbeitgeber ausgestellt und beschreibt Art und Dauer der Beschäftigung. Ein qualifiziertes Zeugnis enthält zusätzlich eine Beurteilung von Leistung und Verhalten.

Das Arbeitszeugnis ist eine vom Arbeitgeber ausgestellte Bescheinigung über Art und Dauer der Beschäftigung. Als qualifiziertes Zeugnis enthält es zusätzlich eine Beurteilung von Leistung und Verhalten.

Eine formelle Bescheinigung des Arbeitgebers über Beschäftigung und Tätigkeit sowie bei einem qualifizierten Zeugnis über Leistung und Verhalten.

Ein einfaches Arbeitszeugnis nennt im Wesentlichen Art und Dauer der Beschäftigung. Ein qualifiziertes Arbeitszeugnis ergänzt eine Bewertung von Leistung und Sozialverhalten. Prüfen Sie Firmen- und Personendaten, Ein- und Austrittsdatum, Positionsbezeichnungen, Aufgaben, Verantwortungsumfang und die Vollständigkeit der Beurteilung. Ein Zwischenzeugnis kann während eines laufenden Arbeitsverhältnisses für einen konkreten Anlass sinnvoll sein.

Das Arbeitszeugnis ist nicht die Arbeitsbescheinigung für die Agentur für Arbeit und nicht die monatliche Lohnabrechnung. Es soll wahr und zugleich wohlwollend formuliert sein. Typische Zeugnisformulierungen haben sich etabliert, doch einzelne Wörter sollten nicht ohne Gesamtzusammenhang als geheime Note gelesen werden.

Fordern Sie das gewünschte Zeugnis rechtzeitig und möglichst konkret an. Vergleichen Sie es mit Vertrag, Stellenbeschreibung und tatsächlichen Aufgaben. Melden Sie falsche Daten, ausgelassene Kernaufgaben oder missverständliche Bewertungen schriftlich; vertragliche oder tarifliche Ausschlussfristen können eine späte Geltendmachung erschweren.

Das Wichtigste

  • Ein einfaches Zeugnis beschreibt Art und Dauer, ein qualifiziertes zusätzlich Leistung und Verhalten.
  • Kontrollieren Sie Daten, Position, Aufgaben, Verantwortung sowie Beginn und Ende der Beschäftigung.
  • Lesen Sie die Bewertung als Ganzes, statt ein einzelnes Standardwort automatisch als geheime Note zu deuten.
  • Arbeitszeugnis, Arbeitsbescheinigung für die Arbeitsagentur und Lohnabrechnung sind verschiedene Dokumente.
  • Fordern Sie Korrekturen zeitnah und schriftlich, besonders wenn Ausschlussfristen gelten könnten.

Klären, ob ein einfaches, qualifiziertes oder anderes Beschäftigungsdokument benötigt wird

Wenn ein Arbeitszeugnis verlangt oder bewertet wird

Bei einer Bewerbung oder nach dem Ende eines Jobs kann ein Arbeitszeugnis die Tätigkeit und gegebenenfalls Leistung und Verhalten belegen. Fragen Sie, welche Ausführung verlangt wird und ob das Original, eine digitale Kopie oder lediglich bestimmte Beschäftigungsdaten nötig sind.

Sie benötigen ein Arbeitszeugnis meist beim Ende des Jobs und häufig für spätere Bewerbungen. Ein Zwischenzeugnis kann bei Vorgesetztenwechsel, Versetzung, längerer Abwesenheit oder Bewerbung während des laufenden Jobs nützlich sein. Prüfen Sie den Inhalt sofort, solange Aufgaben und Ansprechpartner noch leicht belegbar sind.

Typische Situationen

  • Nach einer Kündigung bittet eine Beschäftigte ausdrücklich um ein qualifiziertes Zeugnis statt nur um die Bestätigung ihrer Beschäftigungsdauer.
  • Die zentrale Projektverantwortung fehlt, weshalb der ehemalige Mitarbeiter anhand von Stellenbeschreibung und Unterlagen eine Ergänzung verlangt.
  • Vor einem internen Wechsel wird ein Zwischenzeugnis erstellt, das den bisherigen Aufgabenbereich und die Leistung dokumentiert.
  • Ein Bewerber liest eine ungewöhnliche Bewertung im Gesamtzusammenhang und holt Rat ein, bevor er pauschal eine bestimmte Schulnote unterstellt.

Beurteilung, Beschäftigungsdaten und Vertragsbedingungen getrennt prüfen

Arbeitszeugnis, Tätigkeitsnachweis und Arbeitsvertrag sind nicht dasselbe

Ein Arbeitszeugnis bestätigt und beurteilt eine Beschäftigung rückblickend. Es ist weder der zugrunde liegende Arbeitsvertrag noch automatisch ein bloßer Beschäftigungsnachweis; bei einem qualifizierten Zeugnis spielen außerdem Leistung und Verhalten eine Rolle.

Das Arbeitszeugnis dient als berufliche Referenz. Die Arbeitsbescheinigung übermittelt dagegen Beschäftigungs- und Entgeltdaten für Leistungen der Agentur für Arbeit. Auch ein Empfehlungsschreiben ist nicht automatisch das gesetzlich geprägte deutsche Zeugnis.

Dokumente, Ansprüche und zuständige Stellen in ihrem eigenen Zweck verstehen

Weitere deutsche Arbeitsbegriffe nach dem Arbeitszeugnis

Ausgehend vom Arbeitszeugnis führen die Karten zu weiterem Vokabular über Beschäftigung und Arbeitsplatz: von Verträgen und Nachweisen bis zu Behörden, Leistungen und rechtlichen Status. Jeder Begriff beantwortet eine andere praktische Frage und ist keine alternative Bezeichnung für das Zeugnis.

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